Bericht 32 – Röhrenmonitore

Röhrenmonitore

Die Grundlage aller Röhrenmonitore (auch CRT genannt: Cathode Ray Tube), Fernseher und ähnlicher Geräte bildet die Braunsche Röhre die Karl Ferdinand Braun 1897 erfand. Diese Röhre ist im wesentlichen ein Glaskolben in dem sich drei “Elektronenkanonen“ in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau, ein Ablenksystem das den Elektronenstrahl in die richtige Richtung lenkt und ein Leuchtschirm auf dem der Elektronenstrahl auftrifft und sichtbar wird, befinden. Damit der Elektronenstrahl möglichst störungsfrei auf den Bildschirm gelangt ist ein Vakuum in der Röhre.

Bevor der Elektronenstrahl auf dem Bildschirm auftrifft muss er durch eine Maske die dafür sorgt, dass der Strahl an der richtigen Stelle auftrifft. Hinter der Maske befindet sich eine sehr dünne Aluminiumschicht die mit der Anode verbunden ist und die Elektronen anzieht die dann auf die Phosphorschicht (Leuchtschicht) treffen. Die “Elektronenkanonen“ werden, je nach Größe des Gerätes, mit etwa 250 bis 400 Volt betrieben.

Farbige Pixel werden erzeugt in dem die drei Elektronenstrahlen mit unterschiedlicher Intensität auf den Bildschirm “geschossen“ werden. Je öfter ein Bild pro Sekunde aufgebaut wird desto weniger flimmert es. Ab einer Bildwiederholfrequenz von etwa 75 Hz ist ein Röhrenmonitor zu schnell für das Menschliche Auge und es wird kein Flimmern mehr wahrgenommen. Ein Unterschied zu höheren Bildwiederholfrequenzen sind für das Auge dennoch bemerkbar, das Bild wird angenehmer empfunden. Über 85 Hz sollte man allerdings keine Veränderung mehr wahrnehmen.

Röhrenmonitore für PCs gab es mal mit bis zu 28 Zoll. Zu kaufen gibt es solch riesige Geräte nicht mehr. Selbst 24 Zoll Geräte gibt es nur noch sehr selten als Neuware. Die größten Neugeräte die man noch erwerben kann haben 22 Zoll. Nur für Fernseher gibt es größere Geräte, allerdings sind die Anforderungen an eine Röhre für einen Fernseher nicht so hoch, verglichen mit einer Röhre die in einem PC Monitor steckt.

Es gibt drei Röhrentypen:

Delta-Röhre
Der traditionelle Typ mit Lochmaske. Die drei Punkte bilden ein gleichschenkliges Dreieck, wodurch die Bildschärfe meist etwas schlecht ausfällt, da der Freiraum zwischen den Punkten dunkel erscheint.

Trinitron-Röhre
Sony erfand die Trinitron-Röhre deren Maske nicht aus einer Scheibe mit Löchern sondern aus einem Gitternetz aus gespannten Drähten besteht. Beste Schärfe und gute Helligkeit zeichnen diese Röhre aus. Die Drähte müssen unter hoher mechanischer Spannung stehen damit sie absolut Parallel laufen und sich nicht verformen können.

In-Line-Röhre
Diese Röhre basiert auf einem Patent von Phillips aus dem Jahre 1955 und ist ein Kompromiss zwischen Delta und Trinitron. Die Punkte sind nebeneinander als Rechtecke angeordnet was im Grunde genommen lediglich eine Maske mit Schlitzen erfordert und dennoch für gute Schärfe und einen guten Kontrast sorgt

 



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